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Kirche dankt einem engagierten Musiker - Wolfgang Knake verstorben

Wolfgang Knake 200Am 17. Juli 2026 verstarb in Berlin an den Folgen einer schweren Operation im Alter von 78 Jahren Wolfgang Knake. Wolfgang wuchs als Sohn eines Schneidermeisters zusammen mit drei älteren Schwestern in Stadthagen auf und kam nach seiner Ausbildung als Textilkaufmann in Bückeburg 1967 nach Berlin. Seine erste Anstellung fand er bei einem renommierten Herrenausstatter auf der Schlossstraße in Berlin-Steglitz. Nach Feierabend tauchte er in Jugendkreisen verschiedener Berliner Gemeinden auf, wo er – so eine schöne Anekdote – einmal wegen seines gediegenen Outfits zunächst für den neuen Vikar gehalten wurde. „Die mehr oder weniger betuchte Kundschaft zum Kauf von edlem Zwirn zu überreden, daran hatte Wolfgang mittlerweile immer weniger Interesse; seine Neigung lag, geprägt durch seine musikalischen Ambitionen in Stadthagen, eher bei der Trompete“, stellt ein enger Wegbegleiter fest. So fand er bald Anschluss an eine engagierte Bläsergruppe in der Weddinger Gemeinde.

Seine Begeisterung für die Musik und die Trompete führte ihn - zum Leidwesen seines Vaters, der doch wünschte, dass der einzige Sohn die Firma „W. Knake“ weiterführen sollte - zur Aufnahme seines Studiums am Julius Stern Institut und später an der Hochschule für Musik bei Prof. Eichler.

1971 heiratete Wolfgang seine Angelika, geborene Hesse. Im selben Jahr zogen sie von Berlin nach Lage in Lippe um. Dem Ehepaar wurden insgesamt vier Söhne geschenkt. Wolfgang wechselte an die Musikhochschule Detmold. Zur gleichen Zeit übernahm er die Leitung des Posaunenchors Lage und später auch den Singchor. Für seine Kirchengemeinde Lage war er ein großes Geschenk.

Bereits vor der Gründung der SELK 1972 suchte Wolfgang die Zusammenarbeit mit alt-lutherischen Gemeinden an Rhein und Ruhr, hebt der Obmann des Posaunenwerkes der SELK, Pfr. Rainer Kempe (Wittingen) hervor. Sehr früh erkannte und feierte er die verbindende Kraft der Musik im gemeinsamen Gotteslob – und das in vielerlei Hinsicht. „Ohne Wolfgang Knake hätten wir uns nicht kennen gelernt,“ resümierte eine Teilnehmerin der Runde, die zusammen über Leben und Wirken von Wolfgang, dem langjährigen Posaunenobmann im KBZ Niedersachsen-Süd der Selbständigen Ev.-Luth. Kirche, nachdachte und Erinnerungen zusammentrug. Immerhin hatte der Einsatz der Lutherischen Bläsergruppe, die sich 1973 formierte, unter seiner Leitung auf dem Bürkli-Platz in Zürich 1974 dazu geführt, dass dieses Paar sich kennenlernte und später heiratete.

Viele Zeitzeugen berichten von wunderbaren Bläserfreizeiten mit ihm, die sie u.a. mehrmals nach Südtirol führte, aber auch nach Schweden, in die Schweiz und in andere europäische Länder. Dabei begleitete ihn sein Lagenser Gemeindepastor, Pfr. Gottfried Meyer, sehr gerne. Einer der Höhepunkte dieser Reisen war ein Konzert der Lutherischen Bläsergruppe mit über 30 Bläsern in der Westminster-Abbey, London, im Jahr 1983 zum Gedenken an Luthers 500. Geburtstag. Die teils royalen Gäste konnten so unmittelbar erleben, was Wolfgangs Leitmotiv war: Die Lutherische Bläsergruppe als Botschafter lutherischer Kirche in ganz Europa.

Unzählige Bläserschulungen fanden seit den frühen 70er Jahren unter seiner Leitung statt. Generationen von Jungbläserinnen und Jungbläsern haben durch seine Musikbegeisterung viel von ihm gelernt. Nebst der zu erlernenden Technik vermittelte er auch in einzigartiger Weise Musiktheorie, bspw. das Hören von Intervallen. Besonders eindrücklich haben viele Bläserinnen und Bläser seine unermüdliche Arbeit an Bachchorälen in Erinnerung, damit diese möglichst so klangen, wie – seiner Vorstellung nach – der große Komponist der Barockzeit sie intendiert hatte. Aber nicht nur Werke der alten Meister faszinierten ihn. Wolfgang ging musikalisch auch neue Wege und ließ sich gerne darauf ein, bislang in der Kirchenmusik wenig beachtete Musikstile, wie etwa den amerikanischen Swing, zu Gehör zu bringen. Auch zwei Plattenaufnahmen der Lutherischen Bläsergruppe in den 1980er Jahren gehörten zu seinen musikalischen Errungenschaften, die im noch vordigitalen Zeitalter nicht einfach zu leisten waren.

Sein erworbenes Wissen gab er nicht nur an junge Bläserinnen und Bläsern der eigenen Kirche weiter. Auch in die Stadt Lage wirkte er musikalisch hinein. 1979 erhielt er seine feste Anstellung als Lehrer an der Musikschule Lage, später gründete er dort u.a. die Big Band und war viele Jahre in der Leitung der Musikschule aktiv. Weit über die Grenzen der SELK hinaus prägte er angehende Musikerinnen und Musiker, bis er schließlich im Jahr 2011 in den wohlverdienten Ruhestand trat, aber musikalisch nicht untätig blieb. Die Musikschule Lage würdigte sein Wirken bereits zu Lebzeiten.

Viele Freunde und Weggefährten erinnern sich daran, wie wichtig es ihm war, durch Posaunenchöre besonders Gemeinden in der Diaspora zu dienen, und wie er überhaupt das Musizieren als einen Dienst für die Gemeinden bei der Verkündigung des Evangeliums betrachtete. So hatte er für das letzte Sprengelposaunenfest, das er im Sommer 2013 in der Glaubenshalle in Krelingen leitete, ein Thema aus Psalm 136 gewählt: „Danket dem HERRN, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich“ (Ps. 136,1). Zum Lob Gottes hat er selber gerne mit seiner Trompete mit ihrem silbernen Klang beigetragen, wenn er nicht am Dirigentenpult stand, erinnert sich ein guter Freund. Oft fielen beide Aufgaben für ihn in eins. Mit dem Kirchenbezirksposaunenfest Niedersachsen-Süd in Barsinghausen im Jahr 2014 beendete er seine Aufgabe als musikalischer Leiter und Obmann.

Besondere Freude bereitete den Eltern Wolfgang und Angelika, dass der Sohn Michael die über viele Jahrzehnte ehrenamtlich ausgeübte Tätigkeit des Vaters in der Posaunenarbeit zum Beruf machte. So konnten sie sich darüber freuen, dass er Landesposaunenwart in der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg Oberschlesische Lausitz (EKBO) wurde und zuletzt im Juni 2026 zusammen mit seinen Kollegen ein Posaunenfest mit 750 Bläserinnen und Bläsern im Spreewald leitete. Der eigene Sohn ein beredtes Beispiel dafür, wie Musik Grenzen überschreitet und überall Menschen zum Lob Gottes auffordert und sie dabei unterstützt.

Zur Würdigung seiner langjährigen Tätigkeit findet am 19. September in der Marktkirche in Lage um 17.30 Uhr ein Gedenkkonzert für Wolfgang Knake statt. Alle Bläserinnen und Bläser sind dazu sehr herzlich eingeladen. Am Dirigentenpult steht dann Michael Knake, zu Ehren seines Vaters und in Fortführung seiner engagierten Arbeit. Die organisatorische Vorbereitung obliegt seinem Sohn Matthias Knake. Teilnehmende werden gebeten sich rechtzeitig bei ihm anzumelden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Das letzte öffentliche musikalische Auftreten Wolfgang Knakes galt seinem Freund Gotthard Schleich, zu dessen Ehren er an seinem Grab vor einem halben Jahr einen Auferstehungschoral blies. Hans-Hermann Buyken, Vorsitzender des Kirchenmusikalischen Arbeitskreises West, schrieb: „Er darf nun ... im höheren Chor seine Trompete erschallen lassen!“



Posaunenchoralbuch erschienen

Posaunenchoralbuch 200Im Juli 2026 ist die geplante Nachauflage des Posaunenchoralbuchs zum Evangelisch-Lutherischen Kirchengesangbuch (ELKG²) der SELK erschienen. Die Nachauflage war nötig geworden, weil weitere Exemplare in den Posaunenchören erbeten und benötigt wurden. Zugleich sind Fehler der Erstausgabe korrigiert worden. Das Posaunenchoralbuch ist im Verlag der Deutschen Bibelgesellschaft in Stuttgart erschienen und kann dort bestellt werden.

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In die Neuauflage eingearbeitete Korrekturen
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Bläserworkshop goes West

Workshop Wiesbaden 2026Vom 6. bis 8. März trafen sich in der Christuskirche der SELK in Wiesbaden etwa 40 Bläserinnen und Bläser, um unter der Leitung von LPW Michael Knake (Berlin) eine akustische Reise durch nordamerikanische Musik und die von ihr beschriebenen Landschaften und Kulturdenkmäler zu unternehmen. Michael Knake verstand es sehr gut, alle Teilnehmer des Bläserworkshop-Wochenendes auf die verschiedenen Stilrichtungen und ihre kennzeichnenden musikalischen Charakteristika einzustimmen. Den konzertanten Abschluss bildete nach dem bläserisch reich gestalteten Gottesdienst eine Matinee, in der unter anderem die „American Monuments“ von Stefan Mey aufgeführt wurden. Im nächsten Jahr findet der Bläserworkshop in Wiesbaden vom 26. bis 28. Februar 2027 statt.

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Lutherische Bläsergruppe im niedersächsischen Pattensen

Konzert PattensenAm Sonntag Reminiszere, 1. März, erklang in der landeskirchlichen St. Lucas-Kirche in Pattensen das Konzert „Musik für/mit Leib und Seele“ der im Kirchenbezirk Niedersachsen-Süd der SELK beheimateten „Lutherischen Bläsergruppe“ unter der Leitung von Gottfried Meyer (Detmold), der zugleich als Moderator fungierte. Die hochwertige Bläsermusik, zum Teil von Glockenspiel und Pauken begleitet, bedachten die Zuhörenden mit reichlich dankbarem Applaus.

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Sitzung des SELK-Posaunenrates in Hannover

Posaunenrat 03 2026Am 28. Februar tagte in den Räumen der Bethlehemsgemeinde der SELK in Hannover der Posaunenrat der SELK unter dem Vorsitz des Leitenden Obmanns, Pfarrer i.R. Rainer Kempe (Wittingen). Auf der Tagesordnung standen neben den Berichten aus den Kirchenbezirken und Regionen auch aktuelle Informationen zum Nachdruck des Posaunenchoralbuchs zum ELKG², der in diesem Jahr erscheinen soll. Außerdem wurde eine Erhöhung des jährlichen Chorbeitrags beschlossen, die aber noch mit dem Amt für Kirchenmusik der SELK auf seiner Sitzung am 23. März abgestimmt werden muss. In der Mittagspause musizierten Mitglieder des Posaunenrats unter der Leitung von Prof. Stefan Mey (Hannover) einige seiner Kompositionen.

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Fröhliche Klänge und starke Gemeinschaft:  13. Jungbläserfreizeit in Wiesbaden

JBF2025 GruppenfotoRund 50 Teilnehmende – darunter 32 Jungbläserinnen und Jungbläser – haben vom 14. bis 19. Oktober 2025 im Martin-Luther-Haus der SELK in Wiesbaden eine unvergessliche Jungbläserfreizeit erlebt. Eine Woche lang wurde dort gemeinsam musiziert, geübt, gespielt, gelacht und der christliche Glaube in fröhlicher Gemeinschaft gelebt und erlebt. Den Höhepunkt bildete ein beeindruckender Abschlussgottesdienst am 19. Oktober in der Christuskirche.

Die jungen Musikerinnen und Musiker zeigten, was in ihnen steckt: Insgesamt 24 Musikstücke und drei mitreißende Zugaben erklangen im Gottesdienst – von neu erschienener Bläsermusik bis hin zu eindrucksvollen doppelchörigen Werken alter Meister. Besonders bewegend war, dass beim Eingangsstück „Intrada Gloriosa“ von Stefan Mey, beim Ausgangsstück „La Fiorentina“ von Ludovico Viadana sowie bei der letzten Zugabe „Stompin’“ von Michael Schütz alle gemeinsam spielten – von absoluten Anfängern bis hin zu den erfahrenen Trainern.

Neben der intensiven Probenarbeit kamen auch Gemeinschaft und Freizeitspaß nicht zu kurz: Beim Ausflug ins „Superfly“, eine große Trampolinhalle, konnten sich alle nach Herzenslust auspowern.

Neue Co-Trainer leiteten täglich eine Probenstunde, damit die erfahrenen Trainer dann ihre Stücke als Ensemble üben konnten. Fünf Teilnehmende lernten sogar erst während der Freizeit ihr Instrument – und spielten schon bei mehreren Liedern einfache Stimmen mit.

Auch außerhalb der Proben waren die Jungbläser aktiv: Bei der Buchlesung einer jungen christlichen Autorin am Donnerstagabend sorgten sie für den musikalischen Rahmen, am Freitag begeisterten sie mit einem einstündigen Wunschkonzert voller Lieblingsstücke und am Samstagabend erklang fröhliche, mitreißende Bläsermusik beim bunten Abend.

Unterstützt wurde die Freizeit vom Küchenteam, das für das leibliche Wohl sorgte, sowie durch tägliche Andachten über Jesus Christus, gestaltet von Pfarrer und Vikar. Finanziell trugen auch die Nassauische Sparkasse (Naspa) und der Stadtjugendring Wiesbaden zum Gelingen der Freizeit bei.

Die nächste Jungbläserfreizeit in Wiesbaden findet vom 13. bis 18. Oktober 2026 statt. Infos gibt es hier: www.kirchenmusik-selk-sued.de

Markus Rambach & Henrik Ahlers



Jungbläserwochenende trifft Regionalkirchentag

JungblaeserAm Freitag und Samstag, den 29. und 30. August, fand wieder ein Jungbläserwochenende in der Lausitz statt. Wie gewöhnlich trafen sich die insgesamt 15 Jungbläser mit 4 Trainern in Weigersdorf im Gemeindehaus. Gemeinsam wurde in dieser Zeit geprobt, gespielt, gegessen, gebetet, gesungen, und über den „armen, schwarzen Kater“ gelacht. Am Sonntag ging es zeitig in die Autos mit allen Instrumenten Richtung Klitten. Zum Regionalkirchentag Lausitz unter dem Motto „Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang“ kamen die Jungbläser zu den anderen Lausitzer Bläsern dazu und spielten gemeinsam im Gottesdienst. Auch bei der Bläserserenade am Nachmittag konnten die Jungbläser zeigen, was sie gelernt haben.

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Wochenende für Bläserinnen und Bläser in Farven

FarvenMit mehr als 300 Besuchern und 130 Bläserinnen und Bläsern feierten am 9. Sonntag nach Trinitatis die Pella-Gemeinde Farven und die St. Lamberti-Gemeinde Selsingen einen gemeinsamen Gottesdienst im Spiel- und Wasserpark Farven. Bei bestem Sommerwetter waren der Gottesdienst und ein Bläserkonzert am Nachmittag der krönende Höhepunkt eines intensiven Wochenendworkshops für Blechbläser. Zum vierten Mal hatten die Initiatoren der Pella-Gemeinde zum FEPT, dem Farvener Evangelischen Posaunentag eingeladen und viele Bläserinnen und Bläser aus dem näheren und weiteren Umfeld waren der Einladung gefolgt.

Voran ging ein Workshop mit den beiden Komponisten Landesposaunenwart Reinhard Gramm und Kirchenmusikdirektor Traugott Fünfgeld aus Offenburg/Baden.

Um dieses große Event zu stemmen, haben viele Helfer mit angepackt. Große und kleine Zelte wurden aufgebaut, Stühle geschleppt, viele Mahlzeiten bereitet und weit gereiste Gäste untergebracht. Am Sonntag beteiligte sich auch die Freiwillige Feuerwehr Farven, die Dorfgemeinschaft und der Verein Farven 2011 e.V. mit Organisation und Verpflegung.

Den Gottesdienst am Sonntag leiteten der Pastor der Pella-Gemeinde, Propst Burkard Kurz und Pastor Manfred Thoden von der St. Lamberti-Gemeinde Selsingen. Die Organisatoren bedankten sich besonders mit einem Präsentkorb bei Kirchenmusikdirektor Traugott Fünfgeld und Landesposaunenwart Reinhard Gramm. Beiden Gastdirigenten merkte man an, welche Freude es ihnen bereitet hatte, mit den vielen Bläsern zu arbeiten. Am Sonntag sah man viele strahlende Gesichter. Und auch aus der Teilnehmerschar kam ein: „Es hat einfach Spaß gemacht.“

Mit einem Bläserkonzert zum Thema „Frieden“ mit Liedern u.a. aus Israel, Palästina und der Ukraine klang der Tag aus. Traugott Fünfgeld ist in vielen Ländern mit Musik zum Frieden aktiv.


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Bläserfreizeit mit Konzert beendet

Bläser„VORSICHT! GLATTEIS!“, so klang es am Sonnabend (20. Juli) aus der Golgathakirche in Heldrungen - während draußen die Sonne bei 30 Grad im Schatten aufs Kirchendach brannte. 15 junge Musiker und ebenso viele Zuhörer waren für ein abwechslungsreiches Abschlusskonzert in dem 140 Jahre alten Gotteshaus zusammengekommen. „VORSICHT! GLATTEIS!“ hieß eines der Musikstücke, bei dem auch die jüngsten Bläser ihr Können vorführen konnten. Zu Gehör kamen aber auch eine bildhafte Vertonung der biblischen Geschichte von der Sturmstillung, barocke Stücke und eine moderne Intrade. Die Konzertgäste durften nicht nur stillschweigend zuhören, sondern sangen auch kräftig mit bei dem beliebten Sommerchoral aus der Feder von Paul Gerhardt: „Geh aus mein Herz und suche Freud“ - während die Bläser den kräftigen Gemeindegesang mit festlichen Klängen begleiteten.

Die jungen Musiker unter der Leitung von Georg Mogwitz, Kantor der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), kamen aus Kirchengemeinden in ganz Mitteldeutschland: Angefangen in Görlitz über Halle, Leipzig und Weißenfels.

Fünf Ferientage probten die Kinder und Jugendlichen gemeinsam nicht nur in der Golgathakirche in der Jugendbegegnungsstätte der Kirchengemeinde mit viel Spaß und Begeisterung. Aber Trompeten, Horn, Posaune und Euphonium durften sich zwischendurch mal ausruhen. Denn es wurde nicht nur Musik gemacht: Ein Besuch im Schwimmbad, Ballspiele, Morgen- und Abendandachten, ein Ausflug zum Eiscafé, das leider geschlossen hatte, und ein gemeinsamer Grillabend nach dem Konzert mit dem Publikum vor dem Jugendbegegnungszentrum standen auch auf dem Programm.

Gerhard Rönnecke, Vorsitzender des Heldrunger Jugendheim-Trägervereins, zeigte sich begeistert: „Ein wunderbares Konzert! Wunderbare Gäste! Die dürfen wiederkommen! Und die Nachbarn haben sich nicht etwa über die Proben beschwert. Die hatten auch in den umliegenden Häusern noch Freude an der Musik.“ Die Jugendbegegnungsstätte kann übrigens auch für private Feiern, Teamtage, Familienfeste und Vereinsfeiern gemietet werden.

Am Sonntag leitete dann Pfarrer Felix Hammer von der St. Maria-Magdalena-Gemeinde aus Halle einen fröhlichen Gottesdienst in der Golgathakirche mit einer großen Gemeinde aus Kindern, Jugendlichen, ihren Eltern und der Heldrunger und Sangerhäuser Gemeinde der SELK, in dem die Musiker frisch und munter mitwirkten. Nachdem alle den Segen Gottes empfangen hatte, traten die Musiker dann am Sonntagnachmittag die Heimreise an.

Und nein! Für die Heimreisenden bestand auf der Autobahn keinerlei Gefahr auf Glatteis auszurutschen. „VORSICHT! GLATTEIS!“ war ja nur ein munteres Musikstück für Bläser.

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Posaunenfest in Krelingen

KrelingenAm 29. Juni fand in der Heinrich-Kemner-Halle (früher: Glaubenshalle) in Krelingen das traditionelle Posaunenfest der drei Kirchenbezirke Niedersachsen-Ost, Niedersachsen-Süd und Niedersachsen-West der SELK statt. Mehr als 100 Bläser und Bläserinnen musizierten unter der Leitung von Carsten Krüger (Verden). Die Predigt im Gottesdienst am Vormittag hielt Propst Burkhard Kurz (Farven), als Liturg diente Pfarrer Andreas Otto (Hannover). In der Mittagspause erklangen bekannte Choräle im Freien, zu denen die Besucher des Festes zum Mitsingen eingeladen waren. In der Geistlichen Bläsermusik am Nachmittag sprach Pfarrer i.R. Hinrich Müller (Soltau) die Worte zum Thema.

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Großes Bläserfest der Kirchenregion Ost in Berlin 


BlaeserfestBerlinAm 24. und 25. Mai fand in den Räumlichkeiten der Gemeinde Berlin-Mitte der SELK das große Bläserfest der Kirchenregion Ost statt. Dabei musizierten rund 100 Bläser unter der Leitung von Kantor Georg Mogwitz (Leipzig). Am Samstag standen zunächst Proben auf dem Programm. Nach dem Mittagessen erlebten zahlreiche Teilnehmer einen Rundgang rund um die Annenkirche der SELK-Gemeinde, bei dem Zeitzeugen aus Berliner Gemeinden anschaulich vom Alltag und dem kirchlichen Leben in der Zeit der Teilung in Ost- und Westberlin durch die Berliner Mauer berichteten. Am Samstagabend folgte eine fröhlich-lockere Bläserserenade. Nach der Begrüßung durch Ulrich Schroeder (Dresden), den Vorsitzenden des Kirchenmusikalischen Arbeitskreises in der Kirchenregion Ost, gaben die vertretenen Posaunenchöre sowie ein Bläserensemble aus den Kirchenbezirken Lausitz, Sachsen-Thüringen und Berlin-Brandenburg ihre einstudierten musikalischen Beiträge zum Besten. Mit einer Abendandacht unter Leitung von Superintendent Sebastian Anwand (Potsdam) und dem gemeinsamen Abendbrot vom Grill endete der Tag.

Seinen Höhepunkt fand das Bläserfest am Sonntagnachmittag mit einem von den Bläsern reich ausgestalteten Festgottesdienst mit Heiligem Abendmahl. Als Liturg wirkte Ortspastor Johann Hillermann. Propst i.R. Johannes Rehr (Wriedel) machte in seiner Festpredigt neben den Kirchgebäuden mit ihren regelmäßigen Gemeinde-Gottesdiensten die Friedhöfe als zentrale Orte des Wirkens von Posaunenchören aus, weil die Verkündigung von Jesu Auferstehung der wesentliche Auftrag der Kirchenmusik sei.



Resolution der Teilnehmenden der Obleute-Tagung in Kassel am 3. Februar 2025 

Etwa 85.000 Menschen machen in der Freizeit Musik in etwa 5300 Posaunenchören in christlichen Gemeinden unter der Leitlinie „Zum Lobe Gottes und zur Freude der Menschen!“.

Die gesamte Resolution kann hier heruntergeladen werden
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Bläserworkshop in Wiesbaden

Wiesbaden„Die Noten kennt ihr alle. Sie werden nur neu gemischt und sortiert“, so motivierte Gottfried ,Goffy‘ Meyer die 40 Teilnehmer des Bläserworkshops, die das „erste schöne Wochenende des Jahres“ in den Räumen der Christuskirchengemeinde in Wiesbaden verbrachten, um unter seiner Leitung gemeinsam zu musizieren. An einem intensiven Probenwochenende vom 7. bis 9. März wurde Neues und Altes einstudiert. Dabei legte Meyer besondere Schwerpunkte auf »Dynamik« (Veränderung der Lautstärke) und »Agogik« (Veränderung des Tempos). Mit den erarbeiteten Stücken begleiteten die Bläser den Gemeindegottesdienst und gestalteten im Anschluss daran eine Matinee. Der nächste Bläserworkshop in Wiesbaden ist bereits in Planung. Er soll vom 6. bis 8. März 2026 unter der Leitung von Michael Knake stattfinden. Weitere Informationen folgen auf der Internetseite der kirchenmusikalischen Arbeit in der Kirchenregion Süd der SELK.



Konzert „Projekt trifft Tradition“ & 140 Jahre Posaunenchor

SteedenAm 21. September 2024 fand ein gemeinsames Konzert des Posaunen- und Projektchores unter dem Motto „Projekt trifft Tradition“ (heißt: Projektchor trifft auf 140 Jahre Posaunenchor) in der Zionsgemeinde der SELK in Steeden in der aufwändig illuminierten Kirche statt. Anlass dazu war das Jubiläum zum 140-jährigen Bestehen des Posaunenchores. Dieser Anlass lockte Zuhörer aus den eigenen und anderen Kirchengemeinden sowie direkt aus Steeden und den umliegenden Ortschaften in die Kirche. Präsentiert wurde, von beiden Chören im Wechsel, eine eindrucksvolle Auswahl an klassischer, geistlicher, Pop- und Filmmusik. Mit „Ubi caritas“ eröffnete der Projektchor, unter Leitung des Dirigenten Marc Kahlig sowie mit Klavierbegleitung durch Moritz Thies, das Konzert. Dem schloss sich der Posaunenchor, unter Leitung des Dirigenten Jonas Kinzel, mit der Europahymne an. Es folgten die Begrüßung der Gäste durch den 1. Vorsitzenden des Posaunenchores, Rüdiger Walter. Dieser erläuterte, wie die Idee vom Konzert ursprünglich durch den Projektchor entstand, berichtete über die 140-jährige Chorgeschichte und stellte den Chor mit seinen 14 Bläsern vor. Im Anschluss berichtete Katharina Scheu über die Entstehung des Projektchores und stellte diesen mit seinen 9 Sängern ebenfalls vor. Bei einer Kollekte konnten mehr als 700€ für die Chorarbeit gesammelt werden.



Karin Schiller verstorben

KarinSchiller 260pxDas Posaunenwerk der SELK trauert um Karin Schiller. Sie verstarb nach kurzer schwerer Krankheit am 26. April 2024 im Alter von nur 49 Jahren.

Karin Schiller war seit 2017 Bläserobfrau für die Kirchenregion Süd der SELK. In ihrer stets freundlichen und zugewandten Art setzte sie sich mit ihrer ganzen Kompetenz und ihrem Engagement für die Bläserarbeit in ihrer Region ein. Sie organisierte, leitete und begleitete die Arbeit der Bläserchöre in den Gemeinden und der überregionalen Bläsergruppen. Außerdem war sie in ihrer Funktion Mitglied des Posaunenrats der SELK.

Wir verlieren mit ihr einen lieben Menschen und eine treue Mitarbeiterin in der Verkündigung der frohen Botschaft durch die Musik. Mit ihrer Posaune darf sie nun schon in Gottes himmlischem Orchester mitspielen.



Das Magazin POSAUNENCHOR – Flaggschiff in der Welt der Posaunenchöre

Ihr kennt es alle – und diejenigen, die es nicht kennen, sollten unbedingt einmal hineinschauen: In das Posaunenchormagazin. Das Wichtigste aus der Welt der Posaunenchöre, zusammengestellt im Verbandsmagazin des Evangelischen Posaunendienstes in Deutschland e.V. (EPiD):

Titelbild 200Es enthält Berichte aus den Verbänden, Andachten, Fachartikel, Komponistenportraits, Rezensionen zu Notenausgaben, Hinweise auf besondere Veranstaltungen (DEPT Hamburg), und spezielle Werbung, z.B. neue Notenausgaben für Posaunenchöre. Dazu gibt es einen Überblick über Veranstaltungen in seinen 27 Mitgliedsverbänden.

Im Moment ist das Magazin als Printmedium erhältlich. Mit dem Strube Verlag zusammen soll auf mittelfristige Sicht eine Hybrid-Lösung angestrebt werden – Print und ePaper.
Für nur 8,- € zzgl. Porto im Jahr erhaltet ihr vier Ausgaben. Es kann direkt beim Strube Verlag (www.strube.de) abonniert werden, von einigen Werken wird es den Chören auch direkt zur Verfügung gestellt.

Wusstet ihr schon, dass die Kommunikationsarbeit des EPiD durch Informationen auf den Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram sowie dem EPiD-Podcast ergänzt wird? Alle Formate verbinden sich nicht nur inhaltlich, sondern auch durch die unterschiedlichen Medienarten perfekt miteinander. Auch wenn sich die Medienwelt in der letzten Zeit verändert hat und auch noch weiter ändern wird – unser Flaggschiff bleibt das Posaunenchormagazin.

Ein Jahresabo für vier Print-Ausgaben ist für alle erschwinglich und verschafft uns Planungssicherheit für die zukünftigen Ausgaben sowie weitere Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit. Ihr habt selbst schon ein Abo? Wie wäre es mit einem Geschenk: Das Abonnement an eine Bläserin oder einen Bläser aus der Nachbarschaft? Oder vielleicht hat die Kirchgemeinde Interesse? Meldet euch gern mit euren Fragen bei uns: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.



Posaunenchoralbuch zum Evangelisch-Lutherischen Kirchengesangbuch (ELKG²) veröffentlicht

Posaunenchoralbuch[Berlin, 14. Juni 2022] „Möge das neue Posaunenchoralbuch den vielen engagierten Posaunenchören unserer Kirche und auch über sie hinaus ein gutes Werkzeug werden ...“ - so beginnen die letzten Zeilen des Geleitwortes zum Posaunenchoralbuch, von Pfr. Edmund Hohls (Amt für Kirchenmusik) und Pfr. i.R. Rainer Kempe (Posaunenwerk der SELK) verfasst. Mit großer Freude wurden zu Beginn der Trinitatiswoche die ersten Exemplare des neuen Choralbuches in Empfang und Gebrauch genommen.

Das Posaunenchoralbuch enthält bewährte wie auch neue Intonationen und vierstimmige Begleitsätze zu allen Gesängen des ELKG², u.a. Kompositionen von Gárdonyi, Koch, Schlenker, Schloemann, Schweizer sowie Komponisten der SELK (z.B. Kaufmann, Mey, Nickisch, Otto). Die Zusammenstellung entwickelten Ulrich Schroeder, Wilhelm Ebeling und Thomas Nickisch als Arbeitsgruppe des Amtes für Kirchenmusik.

Auf dem Einband, gestaltet von Florian Beddig (Grafikagentur gobasil, Hamburg), befindet sich das Signet des Gesangbuch in einer Variation mit typischen Elementen der Blechblasinstrumente, die das Kreuz in der Mitte begleiten und umspielen. Den Notensatz besorgte Adolf Immanuel Ney (Martin-Luther-Gemeinde Stade). Druck und Bindung lag in den Händen der Firma Beltz Graphische Betriebe (Bad Langensalza).

Die Posaunenchoralbücher können über die Deutsche Bibelgesellschaft bestellt werden, online unter www.die-bibel.de/shop/SELK-Gesangbuch oder über die kostenfreie Servicenummer 0800-242 3546.

Allen Nutzerinnen und Nutzern wünscht das Amt für Kirchenmusik und das Posaunenwerk der SELK einen gesegneten Gebrauch.

Weitere Infos gibt es auch unter: www.selk-gesangbuch.de



Notenheft 2022Bläserheft "Bläserspiel 2022" ab sofort bestellbar

Das von Rainer Köster erarbeitete und vom SELK-Posaunenwerk herausgegebene Bläserheft "Bläserspiel 2022" wird zu den Allgemeinen Kirchenmusiktagen (AKT) der SELK, die vom 26. - 29. Mai 2022 in Edertal-Bergheim stattfinden werden, erscheinen.

Bestellungen werden ab sofort entgegengenommen.
Alle Informationen dazu gibt es hier:
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